Warum ist die kognitive Intelligenz eine der zentralen Intelligenzformen in der Persönlichkeitsentwicklung?

Was zeichnet sie aus und wie kannst du an ihr arbeiten? 

Kognitive Fähigkeiten beeinflussen deine Art und Qualität der Wahrnehmung, deine Verarbeitung und Bewertung von Informationen sowie deine Auffassungsgabe. Im Informationszeitalter, in welchem digitale Datenfluten über uns hereinbrechen, solltest du genau diese Fähigkeiten meistern. Wie du das anstellst, erfährst du in diesem Artikel!

Kognition, kognitive Kompetenzen und Intelligenzen – Who is who?

Zunächst sollten wir klären, was genau bedeuten die Begriffe Kognition oder kognitive Intelligenz?
Sinngemäß beschreiben sie die gleichen, wichtigen Fähigkeiten.

Erstens geht es um die Prozesse deiner Wahrnehmung und deines Denkens. Daraus entstehen jegliche mentalen Ergebnisse.

Das bedeutet, sie haben Einfluss auf Gefühle wie

  • Frust
  • Ärger
  • Dankbarkeit
  • Freude oder
  • Entspannung und viele weitere

Mentale Ergebnisse können auch Fachkenntnisse oder Allgemeinwissen sein. Das heißt, das was allgemein unter einem intelligenten Menschen verstanden wird, findest du in diesem Bereich.

Auch Einstellungen, Überzeugungen und Erwartungen sind Ergebnisse deiner Denkprozesse.

Bereits im Motivationskapitel hast du hierzu den Reality Loop von Alexander Hartmann kennengelernt.
Dieser besagte, deine Glaubenssätze, Vorstellungskraft, Taten und Erfahrungen stehen in einem fortlaufenden Kreislauf zueinander. Kognitive Kompetenzen, die wir bisher besprochen haben, sind vorrangig unbewusst ablaufend.

Bewusst genutzte kognitive Intelligenz findest du in aktiven Lernprozessen, Kopfrechnen, Lösen von Rätseln, Planungsaufgaben oder gezielter Konzentration.

Schnell wird klar: Wer sich bessere kognitive Kompetenzen aneignet, erzielt also deutlich bessere Ergebnisse.

Dieser Satz, den du dir merken solltest, bezieht sich allerdings nicht nur auf die offensichtlichen Erfolge durch bessere Konzentration und Gedächtnisleistungen.

  • Nimmst du in deiner Umgebung wahr, dass jemand dich durch lautes Telefonieren nervt?
  • Fällt dir auf, wenn jemand eine unangenehme Gewohnheit besitzt?
  • Oder konzentrierst du dich einfach darauf, dass du gerade mit deiner Liebsten unterwegs bist?

Das gezielte Nutzen deiner Sinne und die folgende Urteilsbildung sind elementare Bausteine deines Glücks. Du kannst nicht glücklich sein, wenn du permanent auf negative Dinge achtest. Auch deine sprachlichen Fertigkeiten sind Teil deiner kognitiven Kompetenzen. Hier geht es natürlich auch darum, ob du mehrere Sprachen auf hohem Niveau sprichst.
Zusätzlich solltest du allerdings auch auf die inhaltliche Qualität deiner Sprache achten. Nörgelst und lästerst du ununterbrochen? Dann wird dein Tag vermutlich weniger spaßig. Achtsamkeit und gezieltes Arbeiten an deinen Fähigkeiten wird sich auszahlen. Im Folgenden wirst du lernen, wie du daran arbeitest!

Dein sicherer Erfolgsbooster in den nächsten Jahrzehnten

Wir leben in einer Zeit, in der nach dem Aufstehen E-Mails gecheckt, Nachrichten im Bett gelesen und Chats zuletzt vor dem Einschlafen und zuerst nach dem Aufwachen beantwortet werden.

All diese Informationen tragen wir griffbereit in unserer Hosen- oder Handtasche. Keine Sorge liebe Herren: Die Damen finden ihr Smartphone auch in den Tiefen einer Handtasche genauso schnell, wie wir in unserer Hosentasche. Zusätzlich laufen große Bildschirme an jeder Ecke in Städten, auf Bahnhöfen oder in den Zügen selbst. Wir erhalten zunehmend Nachrichten auf unsere Smartphones, sofern wir durch Städte laufen, die uns die örtlichen Angebote präsentieren. Twitter, Facebook und Instagram informieren uns über die wichtigsten Katzenvideos dieser Welt und prophezeien täglich neue Börsencrashes und Kriege.

Diese Flut an Informationen ist eine echte Herausforderung. Einerseits ist die bloße Menge unerschöpflich. Früher konnte man sich die örtliche und eine überregionale Zeitung abonnieren und war dennoch in gemütlichen 30 bis 45 Minuten bei einem Kaffee fertig. Es waren alle zu dieser Zeit wichtigsten Informationen der Welt gelesen und in der Regel einigermaßen gut abgespeichert.

Heute hast du Millionen Zeitschriften online zur Verfügung und neben unzähligen Blogs und anderen Medien eine nicht zu verarbeitende Menge an Daten.

Das heißt, du musst zunächst die reine Menge begrenzen.

Dabei wirst du dich entscheiden müssen, welche Art und welche Themen du vorrangig lesen und hören möchtest. Facebook kann eine App sein, in der du hauptsächlich Katzenvideos und Spam liest. Mit den richtigen Einstellungen kann es dein eigener Nachrichtenblog sein. Dazu musst du dir nur eine halbe Stunde Zeit nehmen, viele Dinge und Leute deabonnieren und einige andere Blogger und Seiten abonnieren. Von nun an erhältst du täglich die neuesten Informationen zu den Themen, die dich ernsthaft interessieren.

Hierfür musst du nichts üben, sondern einfach handeln.

Damit verbesserst du kognitive Kompetenzen schlagartig, da dein Lebensumfeld sich automatisch positiv verändert. Was du dir merkst und wie du Dinge bewertest, wird dich positiv beeinflussen, wenn du Negatives und Unnützes aus deinem News-Feed beseitigst. So heißt nämlich deine Startseite bei Facebook. News steht für Nachrichten. Nachrichten von Freunden, aus der Welt und über deine wichtigen Themen.

Einige der ertragreichsten Anwendungsgebiete der kognitiven Kompetenzen des Menschen sind Marketing, Mediengestaltung und Webdesign.

Alle Werbenden wollen ihre Informationen so darstellen, wie es am besten verarbeitet wird. Am besten soll unterbewusster Einfluss geübt werden. Diese Anwendungen werden als kognitive Psychologie bezeichnet und bilden somit die Brücke auch in den beruflichen Erfolg. Dieser sollte allerdings schon im zweiten Absatz klargeworden sein und geht weit über Werbung hinaus.

Erfolgreiche Menschen wie Tobias Beck oder Alex Hartmann sprechen in den höchsten Tönen von einer sogenannten Medien-Diät. Dabei reduzierst du den Konsum von Fernsehnachrichten, unbewusst durchgescrollten Schlagzeilen und Artikeln auf Portalen oder Apps in deinem Smartphone möglichst auf null.
Somit stellst du dich aktiv gegen die bewusste Versuchung Einfluss auf dich zu nehmen von diversen Werbeträgern und Nachrichtenportalen. Was das bringt?

Achte mal auf die Nachrichten und unterscheide diese in positive und negative Schlagzeilen. Nun entscheide selbst, ob du glaubst, es gibt wirklich keine nennenswerten Dinge auf dieser Welt, abgesehen von Unfällen, Katastrophen, Kriegen und politischen Debatten.

Ein Versuch ist es wert – du wirst auch ohne diese Informationen den Kontakt zur Welt nicht verlieren!

Kognitive Kompetenzen durch kognitive Übungen erweitern

Allein die Beschreibung

Unsere Konzentration und kognitiven Fähigkeiten werden durch Müdigkeit, Ablenkung, Stress und mangelnder Motivation, die zu Ablenkung führt, eingeschränkt.

Zunächst solltest du also diese Faktoren begrenzen, was bereits in anderen Artikeln besprochen wurde. Gesunder Schlaf und gute Ernährung sind wichtig, um genug Kraft für volle Leistung zu besitzen.

Wodurch aber kannst du gezielt deine kognitive Kompetenzen erweitern?

Ein klassischer Begriff ist das sogenannte Gehirnjogging.

Zwei Bücher zu diesem Thema, die ich sehr gut finde möchte ich dir ans Herz legen: Mit einem Klick auf das Buch kommst du direkt zu Amazon*:

Gehirntraining: Durch Bewegung produktiver denken und kreativer arbeiten (Haufe TaschenGuide)Fitnessstudio fürs Gehirn: Optimales Gedächtnistraining für Privatleben, Schule und Beruf

Es klingt banal, aber so ist es. Jegliche Nutzung deiner Denkleistung bringt dich weiter. Natürlich gibt es aber effektive und ineffiziente Wege. Denksport wie Kopfrechnen, Rätselraten und Übungen zur Verknüpfung beider Hirnhälften sind hier der Schlüssel zum Erfolg.
In der Zukunft solltest du also nicht immer sofort zum Taschenrechner greifen. Versuche auch mal wieder, dir eine Telefonnummer zu merken! Auch ein Sudoku am Abend schadet definitiv nicht. Es wird dir mit der Zeit sogar Spaß bringen. Jeder Mensch besitzt eine linke und eine rechte Gehirnhälfte, die jeweils ihre eigenen Aufgaben besitzen. Wozu welche dieser Hälften im Detail wichtig ist, würde diesen Artikel zu sehr ausdehnen.

Hier noch ein paar Spielvorschläge als Denksport: Mit einem Klick auf den Artikel kommst du direkt zu Amazon*:

Smart Games IQ Puzzle Brainteaser Gamemoses. Querdenken - um die Ecke denken | 75 Denksport Übungen

Merke dir: Je mehr diese Hälften zusammenarbeiten, desto besser ist es.

Hier wird wahrhaftig aus 1 + 1 = 3.

Sportler beispielsweise nutzen ab einem gewissen Niveau diverse Techniken, um kognitive Kompetenzen in diesem Bereich zu verbessern.
Eine klassische Übung ist die Koordinationsübung an einer Strickleiter, welche auf den Boden abgezeichnet ist oder ausgelegt wird. Hier werden einzelne Schrittfolgen abgelaufen, die zuvor festgelegt wurden. Das dient dazu, neben physischer Anstrengung den Geist aktiv zu nutzen, um seine Füße gezielt in die einzelnen Fenster zwischen den Sprossen zu setzen. Regelmäßig eingesetzt, bewirkt diese Technik wahre Wunder und kann durch anspruchsvolle Schrittfolgen sehr viel Spaß machen.

Eine andere Übung ist wesentlich simpler und kann jederzeit am Schreibtisch, auf der Toilette oder im Zug nebenbei durchgeführt werden. Dabei führst du erst Zeigefinger und Daumen an den Kuppen zusammen und zählst dann die Finger Stück für Stück durch. Das heißt, nach deinem Zeigefinger folgt der Mittelfinger, der Ringfinger und der kleine Finger, welche nacheinander den Daumen Kuppe an Kuppe berühren. Führe diese Übung unterschiedlich schnell aus und zähle mal mit und mal nicht. Fange danach von hinten wieder an und du wirst sehen, wie die Durchführung sich mit der Zeit immer leichter gestaltet.

Fazit

Du hast gelernt, dass neben beruflichen Anwendungen auch alltägliche Vorteile existieren, wenn du kognitive Kompetenzen steigerst. Du kannst merklich mehr wahrnehmen, verstehen und durch gezielte Urteilsbildung mental gesund leben.

Dein empfundenes Glück steigert sich drastisch, wenn du die beschriebenen Verhaltensweisen verstehst und annimmst. Probiere es direkt aus, richte deinen News-Feed auf deine Bedürfnisse aus und starte mit den ersten Übungen.

Wie wäre es mit einer ersten Mediendiät?

Im alltäglichen Leben nämlich gibt es kaum Situationen, die kognitive Kompetenzen nicht erfordern, also beginne heute, diese zu steigern!